Archiv der Kategorie: Aktion

Worldwide Day of Genital Autonomy im Mai

Am 07.05.201WWDOGA4 jährt sich das sogenannte Kölner Urteil zum zweiten Mal. Im Jahr 2012 erklärte das Kölner Landgericht die medizinisch unnötige Vorhautamputation bei Jungen für unrechtmäßig und sprach damit Jungen das Recht auf genitale Selbstbestimmung erstmals explizit zu.

Auch wenn diese Errungenschaft im Dezember 2012 durch das gegen das deutsche Grundgesetz und die Menschenwürde verstoßende „Beschneidungsgesetz“ (§ 1631 d BGB) revidiert wurde, soll mit dem „Worldwide Day of Genital Autonomy“ am 7. Mai an die zukunftsweisende Entscheidung des Landgerichtes erinnert werden.

MOGiS e.V., intaktiv und weitere Organisationen rufen daher zu einer Kundgebung in Köln am Mittwoch, den 07.05.2014 auf:

Beginn: 11:00 am Landgericht, Luxemburger Str. 101
Zentrale Kundgebung: 12:30, Roncalliplatz am Kölner Dom

MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene und pro familia NRW laden außerdem zu einem Wissenschaftlichen Symposium am Dienstag, den 06.05.2014 an der Universität Köln ein.

Mit einem internationalen Referentenkreis und Vertretern von Ärzten, Strafrechtlern und Religionsgemeinschaften bietet das Symposium ein hochwertiges und hochinteressantes Programm zum Thema „Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis“.

Abschaffung der Befunddokumentation für Phimose?

ÜberweisungsscheinWenn eine „Phimose-OP“, beispielsweise wegen einer Vorhautverengung*, durchgeführt wird, muss bisher eine umfassende und 10 Jahre aufzubewahrende Dokumentation erfolgen, die unter anderem Fotos vor und nach dem Eingriff enthält. Nun beabsichtigt die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein jedoch, dem Bewertungsausschuss Ärzte  einen Antrag auf eine neue Eingruppierung von Vorhautoperationen vorzulegen, die ein Wegfallen der bisher erforderlichen Dokumentation zur Folge hätte. Begründet wird die Forderung nach Abschaffung der Fotodokumentation u. a. damit, dass sie eine Verletzung der Intimsphäre der Kinder darstelle und ein hohes kinderpornographisches Missbrauchspotenzial beinhalte.

Update 17.02.2014: Brief von intaktiv an den Bewertungsausschuss

Update 23.04.2014: Antwortschreiben der KBV

Abschaffung der Befunddokumentation für Phimose? weiterlesen

Kein „Beschneidungsfest“ auf KiKA!

AktionDie Humanist News berichten,  dass der deutsche Kindersender „KiKA“ plant, am kommenden Sonntag, 19.01.2014 in der Reihe „Schau in meine Welt“ ein Beschneidungsfest auszustrahlen. Selbstverständlich nicht im Zusammenhang mit einer kritischen Diskussion der sogenannten Jungenbeschneidung – oder Vorhautamputation – , sondern ausschließlich verharmlosend und romantisierend.

intaktiv protestiert gegen diese Sendung, die Kinderrechte mit Füßen tritt, und ruft zu höflichen aber bestimmten Beschwerden an den KiKA – vor und ggf. nach der Ausstrahlung – auf.

Kontaktformular des KiKA

Ankündigung von „Tahsins Beschneidungsfest“ bei KiKA

Pressemitteilung von KiKA zur Sendung

Update 17.01.2014: Das Schreiben von intaktiv an den KiKA.

Update 18.01.2014: Das (abwiegelnde) Antwortschreiben des KiKA.

Update 19.01.2014: Die Reaktion von intaktiv auf die Ausstrahlung und den Webtalk.

Update 23.04.2014: Erneute Antwort des KiKA.

Kein „Beschneidungsfest“ auf KiKA! weiterlesen