intaktiv e.V.

“Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.” 

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Auf diesem Grundsatz aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte basieren Ziele und Arbeit von intaktiv e.V. – eine Stimme für genitale Selbstbestimmung. Wir setzen uns für das Recht aller Menschen ein, selbst darüber zu entscheiden, welche nicht unmittelbar medizinisch notwendigen Eingriffe an ihren Genitalien vorgenommen werden. Dieses Ziel wollen wir vor allem durch gesellschaftliche Aufklärung erreichen. 

intaktiv wurde im Mai 2013 gegründet, hat seinen Sitz in Mainz und ist seit November 2013 ein eingetragener Verein. 

Mehr über unsere Ziele und Arbeit in unserem Positionspapier.

Pressemitteilung zum 25jährigen Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention

25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention – Anlass zum Feiern und Fordern

Vor 25 Jahren, am 20.11.1989, wurde die Kinderrechtskonvention von der UN-Generalversammlung verabschiedet. Sie stellt einen großen Schritt dar, Kindern als Trägern eigener Rechte mehr Anerkennung und Möglichkeiten zur Einforderung dieser Rechte zuzuerkennen. Doch längst sind die Forderungen der Kinderrechtskonvention nicht überall umgesetzt. Auch in Deutschland bestehen noch Defizite, beispielsweise in Bezug auf die genitale Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen.

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Neuerscheinung “Charlie in der Badewanne”

Charlie-CoverDas neue Buch “Charlie in der Badewanne: Ein Vater-Sohn-Gespräch über Vorhaut, Phimose und Beschneidung” von “un-heil”-Autor Mario Lichtenheldt ist erschienen. Ein e-Book folgt Anfang Oktober. Das Buch greift den Faden der Aufklärung über die männliche Vorhaut und ihre Amputation von “un-heil” auf, richtet sich mit einer kindgerechten Sprache und einer kleinen Geschichte rund um den 7jährigen Florian jedoch an jüngere Kinder ab etwa 6 Jahren und ihre Eltern.

Eltern können sich in “Charlie in der Badewanne” Anregungen holen, wie sie mit ihren Kindern über dieses Thema – und Sexualaufklärung allgemein – reden können, sie können das Buch gemeinsam mit ihren Kindern lesen oder es ihnen vorlesen. Größere Jungen können sich insbesondere mit dem “Kleinen ABC für Jungs” auch selbst über die Fragen informieren, die ihnen unter den Nägeln brennen.

Damit stellt es eine wichtige und wertvolle Ergänzung zu den bisher erhältlichen Sachbüchern zum Thema Vorhautamputation dar.

Details zur Veröffentlichung und Link zum e-Book in unseren Buchtipps.

Vorträge, Reden und Berichte vom Worldwide Day of Genital Autonomy

WWDOGAGut einen Monat nach dem Worldwide Day of Genital Autonomy Anfang Mai in Köln stehen mittlerweile zahlreiche schriftliche Berichte und Medien zu dem Ereignis im Internet zur Verfügung, von denen wir im Folgenden einige zusammengestellt haben.

Die Vorträge des Wissenschaftlichen Symposiums “Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis” am 06.05.2014 an der Universität Köln stehen hier zur Verfügung:
http://genitale-autonomie.de/videos-der-vortraege/

Auch die während der Kundgebung am darauffolgenden Tag vor dem Landgericht und auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom gehaltenen Reden können online abgerufen werden:
http://genitale-selbstbestimmung.de/reden-2014/

Der Humanistische Pressedienst (hpd) hat zwei umfassende und bebilderte Berichte von Symposium und Kundgebung publiziert:
Symposium: http://hpd.de/node/18552
Kundgebung: http://hpd.de/node/18545

Auch MANNdat e.V. berichtet ausführlich von der Demonstration:
http://manndat.de/gewalt-gegen-maenner/bericht-von-der-demonstration-7-mai-2014-anlaesslich-des-worldwide-day-genital-autonomy-koeln.html

Und bereits am Worldwide Day of Genital Autonomy selbst stellte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. folgenden Artikel online:
http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=4932&nodeid=26

Neu: Downloads auf intaktiv.de

MGM-FaltblattFür den Worldwide Day of Genital Autonomy am 07.05.2014 in Köln hat intaktiv e.V. ein erstes Faltblatt mit dem Titel “Beschneidung” von Jungen – Vorhautamputation, Männliche  Genital- verstümmelung entwickelt.

Das Faltblatt kann ab sofort – auch zum Selbstausdrucken – in der neuen Download-Sektion auf dieser Webseite heruntergeladen werden.

Weitere dort zur Verfügung gestellte Downloads umfassen die Broschüre “Mann, oh Mann” des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, unsere Pressemitteilungen und Briefe sowie Vereinsdokumente.

Zur Download-Sektion auf intaktiv.de.

Pressemitteilung zum Worldwide Day of Genital Autonomy

WWDOGATag der genitalen Selbstbestimmung: Mit Aufklärung gegen ein Tabu

Mit einer Kundgebung in Köln wird am 07. Mai an das Urteil des Kölner Landgerichtes zur sogenannten Jungenbeschneidung erinnert. Zwei Jahre nach der durch die Entscheidung ausgelösten Debatte besteht nach wie vor viel Aufklärungsbedarf über diese lange tabuisierte Form der Körperverletzung.

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Neue Buchtipps #1

Quelle: Lupo / pixelio.deWir haben unserer Bücherliste drei neue Buchtipps hinzugefügt:

Mit “Die Beschneidung von Jungen: Ein trauriges Vermächtnis” hat Prof. Dr. med. Matthias Franz, Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Düsseldorf, eine umfangreiche Anthologie vorgelegt, in der sich Betroffene, Ärzte, Juristen, Psychoanalytiker, Politiker und andere Fachleute kritisch zur Jungenbeschneidung äußern und sich für den Kinderschutzgedanken engagieren.

In “Mein intersexuelles Kind: weiblich männlich fließend” schreibt Clara Morgen über ihr Leben mit ihrem Kind, das zunächst Franz, dann aber nach ärztlichem Gutachten Franzi genannt wird. Die persönliche Erzählung wird ergänzt durch Interviews mit anderen Eltern, Ärztinnen und Ärzten, intersexuellen Menschen und Interessengruppen.

Und schließlich ist das ursprünglich 2012 erschienene Sachbuch “un-heil – Vorhaut, Phimose & Beschneidung. Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren” von Mario Lichtenheldt nun auch als e-Book erhältlich.

Zu den Buchtipps von intaktiv.

intaktiv im FR-Blogtalk

intaktiv war heute zu einem Blogtalk bei der Frankfurter Rundschau über die Vorhautamputation bei Jungen und den § 1631 d BGB zur Erlaubnis der “Beschneidung”  eingeladen. Das Gespräch ist hier nachzulesen und kann voraussichtlich noch drei Wochen kommentiert werden.

Update 05.05.2014: Am 26.04.2014 erschien in der Frankfurter Rundschau eine eineinhalbseitige Zusammenfassung des Blogtalks, die nun im FR-Blog als PDF zum Download zur Verfügung steht.

Herzlichen Dank an “Bronski” von der Frankfurter Rundschau für die Einladung und das ausführliche Gespräch!

Worldwide Day of Genital Autonomy im Mai

Am 07.05.201WWDOGA4 jährt sich das sogenannte Kölner Urteil zum zweiten Mal. Im Jahr 2012 erklärte das Kölner Landgericht die medizinisch unnötige Vorhautamputation bei Jungen für unrechtmäßig und sprach damit Jungen das Recht auf genitale Selbstbestimmung erstmals explizit zu.

Auch wenn diese Errungenschaft im Dezember 2012 durch das gegen das deutsche Grundgesetz und die Menschenwürde verstoßende “Beschneidungsgesetz” (§ 1631 d BGB) revidiert wurde, soll mit dem “Worldwide Day of Genital Autonomy” am 7. Mai an die zukunftsweisende Entscheidung des Landgerichtes erinnert werden.

MOGiS e.V., intaktiv und weitere Organisationen rufen daher zu einer Kundgebung in Köln am Mittwoch, den 07.05.2014 auf:

Beginn: 11:00 am Landgericht, Luxemburger Str. 101
Zentrale Kundgebung: 12:30, Roncalliplatz am Kölner Dom

MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene und pro familia NRW laden außerdem zu einem Wissenschaftlichen Symposium am Dienstag, den 06.05.2014 an der Universität Köln ein.

Mit einem internationalen Referentenkreis und Vertretern von Ärzten, Strafrechtlern und Religionsgemeinschaften bietet das Symposium ein hochwertiges und hochinteressantes Programm zum Thema “Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis”.

Abschaffung der Befunddokumentation für Phimose?

ÜberweisungsscheinWenn eine “Phimose-OP”, beispielsweise wegen einer Vorhautverengung*, durchgeführt wird, muss bisher eine umfassende und 10 Jahre aufzubewahrende Dokumentation erfolgen, die unter anderem Fotos vor und nach dem Eingriff enthält. Nun beabsichtigt die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein jedoch, dem Bewertungsausschuss Ärzte  einen Antrag auf eine neue Eingruppierung von Vorhautoperationen vorzulegen, die ein Wegfallen der bisher erforderlichen Dokumentation zur Folge hätte. Begründet wird die Forderung nach Abschaffung der Fotodokumentation u. a. damit, dass sie eine Verletzung der Intimsphäre der Kinder darstelle und ein hohes kinderpornographisches Missbrauchspotenzial beinhalte.

Update 17.02.2014: Brief von intaktiv an den Bewertungsausschuss

Update 23.04.2014: Antwortschreiben der KBV

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