intaktiv e.V.

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ 

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Auf diesem Grundsatz aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte basieren Ziele und Arbeit von intaktiv e.V. – eine Stimme für genitale Selbstbestimmung. Wir setzen uns für das Recht aller Menschen ein, selbst darüber zu entscheiden, welche nicht unmittelbar medizinisch notwendigen Eingriffe an ihren Genitalien vorgenommen werden. Dieses Ziel wollen wir vor allem durch gesellschaftliche Aufklärung erreichen. 

intaktiv wurde im Mai 2013 gegründet, hat seinen Sitz in Mainz und ist seit November 2013 ein eingetragener Verein. 

Mehr über unsere Ziele und Arbeit in unserem Positionspapier.

Beratung durch intaktiv e. V.

Unter der E-Mail-Adresse


stehen wir ab sofort allen, die von Übergriffen auf ihre genitale Selbstbestimmung bedroht oder betroffen sind, Eltern, die die genitale Unversehrtheit ihres Kindes bewahren wollen sowie am Thema Interessierten beratend und aufklärend zur Seite. Dabei arbeiten wir mit Kinder- und Jugendärzten sowie Rechtsanwälten zusammen.

Das Beratungsportal von intaktiv e. V. ist über einen neu eingerichteten Hauptmenüpunkt zu erreichen.

Neuer Buchtipp #4

Quelle: Lupo / pixelio.deUnsere Bücherliste wurde um einen weiteren neuen Buchtipp ergänzt:

In „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ von Clemens Bergner kommen erstmals in deutscher Sprache Betroffene zu Wort, deren Vorhaut „beschnitten“, also amputiert wurde. Sie sprechen offen und ehrlich über die negativen Folgen, unter denen sie leiden. Folgen, die sie sowohl körperlich als auch seelisch und sexuell beeinträchtigen. Dabei kommen nicht nur die direkt betroffenen Männer zu Wort, sondern auch indirekt Betroffene, wie z. B. Sexualpartner/innen und Eltern.

Ein wichtiger Beitrag zu einer noch immer unterdrückten Debatte.

„Ent-hüllt!“ ist im Mai 2015 im Verlag tredition als Taschenbuch und 2016 auch als E-Book erschienen.

Alle Buchtipps von intaktiv.

 

Vorhautamputation in Männergesundheitsbericht

Im Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit, der im April 2017 erschienen ist und die Sexualität von Männern zum Fokus hat (Übersicht, Kurzfassung), hat der Sozialwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß einen Beitrag veröffentlicht, in dem er – unter Marginalisierung kritischer Stimmen von Medizinern, Juristen und Betroffenen und unter gänzlicher Nichtbeachtung individualrechtlicher und medizinischer Aspekte – die Folgen der sogenannten Jungenbeschneidung verharmlost und eine Empfehlung zur Kostenübernahme medizinisch nicht indizierter Vorhautamputationen an minderjährigen Jungen durch die Krankenkassen abgibt.

Unser Botschafter Prof. Dr. Matthias Franz antwortet ihm mit dieser Replik: http://jungenbeschneidung.de/material/Stellungnahme_Voss.pdf

Reden und Pressekonferenz zum WWDOGA 2017

WWDOGA2015Die während der Kundgebung zum diesjährigen Worldwide Day of Genital Autonomy am 07.05.2017 in Köln gehaltenen, informativen und vielfältigen Redebeiträge sind jetzt online verfügbar. Auch von der Pressekonferenz zu „Beschneidung“ in Afrika am 04.05.2017 im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin wurden Videos veröffentlicht. Die folgenden Links führen zu den jeweiligen Playlists:

YouTube-Playlist von MOGiS zum WWDOGA 2017

YouTube-Playlist von MOGiS zur Pressekonferenz in Berlin

Erfolgreicher Worldwide Day of Genital Autonomy 2017

Die Kundgebung zum heutigen Worldwide Day of Genital Autonomy in Köln war mit vielen informativen und mitreißenden Redebeiträgen und zahlreichen interessierten Passanten ein voller Erfolg.

Neben dieser Vor-Ort-Aktion hat unsere Botschafterin Dr. Nadja Hermann anlässlich des fünften Jahrestages des „Kölner Urteils“ für die Netzgemeinschaft einen gelungenen neuen Comic zum Thema Genitale Selbstbestimmung veröffentlicht.

Update vom 09.05.2017 unter dem Foto.

Mehr unserer Fotos vom WWDOGA 2017 jetzt auf Facebook.

Beim Humanistischen Pressedienst sind zum WWDOGA 2017 drei Artikel erschienen: „Demonstration gegen Genitalverstümmelung in Köln“, ein  Interview mit Prof. Dr. Holm Putzke und der Aufruf  „Das Parlament hat die Pflicht, das Beschneidungsgesetz abzuschaffen“.

Zwei neue Botschafter für intaktiv

intaktiv freut sich sehr, dass vier Monate nach Bekanntgabe der ersten drei Botschafter nun zwei weitere Botschafter hinzustoßen, um uns bei unserer Arbeit für das Recht von Kindern auf genitale Unversehrtheit zu unterstützen. In dem Psychoanalytiker Prof. Dr. Matthias Franz und Ulla Barreto, der Vorsitzenden von TABU INTERNATIONAL e.V., haben wir nach Angelika Bergmann-Kallwass, Dr. Nadja Hermann und Prof. Dr. Rolf Herzberg zwei weitere fachkundige und engagierte Botschafter gewonnen.

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„Beschneidung“ vor Gericht – in Israel

Quelle: Q.pictures / pixelio.deDer „Stern“ berichtete vor einigen Tagen von einem Gerichtsverfahren in Israel, bei dem eine Asylbewerberin aus Eritrea angeklagt ist, weil sie ihren vierjährigen Sohn selbst „beschnitten“ hat. Dies ist verwunderlich – aber auch erfreulich – in einem Land, in dem (laut „Stern“-Artikel) 98 % der Männer die Vorhaut ohne medizinischen Grund entfernt wurde.

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5. Worldwide Day of Genital Autonomy in Köln

WWDOGA2015In diesem Jahr feiert das sogenannte Kölner Urteil das erste kleine Jubiläum: Fünf Jahre ist es her, seit das Kölner Landgericht im Jahr 2012 die medizinisch unnötige Vorhautamputation bei einem Jungen für unrechtmäßig erklärte. Mit dem Worldwide Day of Genital Autonomy (Welttag der genitalen Selbstbestimmung) soll auch 2017 wieder an diese zukunftsweisende Entscheidung erinnert werden.

MOGiS e. V., intaktiv e. V. und zahlreiche weitere deutsche und internationale Organisationen rufen daher auf zu einer

Kundgebung in Köln am Sonntag, dem 07.05.2017
Beginn: 12:30 Uhr, Landgericht, Luxemburger Str. 101
Zentrale Kundgebung: 14:00 Uhr, Wallrafplatz am WDR-Funkhaus

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intaktiv wirbt auf Facebook für „un-heil“

Mit dem Slogan „Es ist ein Junge! Was passiert mit seiner Vorhaut?“ wirbt intaktiv auf Facebook für das Ende 2016 in einer Neuauflage erschienene Buch „un-heil –  Vorhaut, Phimose & Beschneidung: Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren“ von Mario Lichtenheldt. Die Kampagne wendet sich vor allem an Eltern und an Kinderrechten interessierte Menschen.

Wir hoffen, damit viele Interessierte zu erreichen und so die in „un-heil“ enthaltenen umfassenden Informationen über die Vorhaut, ihre Funktionen und die Folgen ihrer Amputation weiter in die Gesellschaft zu tragen.