intaktiv e.V.

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ 

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Auf diesem Grundsatz aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte basieren Ziele und Arbeit von intaktiv e.V. – eine Stimme für genitale Selbstbestimmung. Wir setzen uns für das Recht aller Menschen ein, selbst darüber zu entscheiden, welche nicht unmittelbar medizinisch notwendigen Eingriffe an ihren Genitalien vorgenommen werden. Dieses Ziel wollen wir vor allem durch gesellschaftliche Aufklärung erreichen. 

intaktiv wurde im Mai 2013 gegründet, hat seinen Sitz in Mainz und ist seit November 2013 ein eingetragener Verein. 

Mehr über unsere Ziele und Arbeit in unserem Positionspapier.

Zwei weitere Botschafter für intaktiv

Nachdem wir im Dezember 2016 unsere ersten drei und im April 2017 zwei weitere intaktiv-Botschafter vorgestellt haben, freuen wir uns sehr, nun erneut zwei Unterstützer unserer Arbeit für das Recht von Kindern auf genitale Unversehrtheit und Selbstbestimmung gewonnen zu haben. Ab sofort gehören die renommierte Buchautorin und Soziologin Dr. Necla Kelek und der bekannte Autor und Comic-Zeichner Ralf König zum Botschafter-Team von intaktiv.

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intaktiv zu Gast bei der Beauftragten der hessischen Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte

Wir haben uns an Dr. Katharina Gerarts gewandt, die in diesem Jahr zur neuen Beauftragten für Kinder- und Jugendrechte der hessischen Landesregierung berufen wurde. Daraufhin wurde intaktiv von ihr ins hessische Landesministerium für Soziales und Integration in Wiesbaden eingeladen.

Frau Dr. Katharina Gerarts

Am 18.09. fand dort ein einstündiges Gespräch statt, das die Pädagogin und Kindheitsforscherin mit dem Vereinsmitglied Andreas A. und der Vorsitzenden Viola Schäfer führte. Frau Dr. Gerarts war sehr interessiert an der Arbeit des gemeinnützigen Vereins und reagierte offen und empathisch auf die Schilderungen von Andreas A., der seine Erfahrungen als von „Beschneidung“ betroffener Mann berichtete. Zudem sorgte Frau Dr. Gerarts für eine gemeinsame Vorstellung mit Klaus Stehling, der sich als Referent der Stabsstelle Antidiskriminierung des Ministeriums für die Rechte intersexueller Menschen einsetzt. Eine Fortsetzung des Kontakts mit Katharina Gerarts wurde ihrerseits angeboten, worauf der Verein gerne zurückkommen wird. intaktiv dankt Frau Dr. Gerarts sehr herzlich für die Einladung, sowie für ihre unbefangene Offenheit und ihr Interesse.

Beratung durch intaktiv e. V.

Unter der E-Mail-Adresse


stehen wir ab sofort allen, die von Übergriffen auf ihre genitale Selbstbestimmung bedroht oder betroffen sind, Eltern, die die genitale Unversehrtheit ihres Kindes bewahren wollen sowie am Thema Interessierten beratend und aufklärend zur Seite. Dabei arbeiten wir mit Kinder- und Jugendärzten sowie Rechtsanwälten zusammen.

Das Beratungsportal von intaktiv e. V. ist über einen neu eingerichteten Hauptmenüpunkt zu erreichen.

Neuer Buchtipp #4

Quelle: Lupo / pixelio.deUnsere Bücherliste wurde um einen weiteren neuen Buchtipp ergänzt:

In „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ von Clemens Bergner kommen erstmals in deutscher Sprache Betroffene zu Wort, deren Vorhaut „beschnitten“, also amputiert wurde. Sie sprechen offen und ehrlich über die negativen Folgen, unter denen sie leiden. Folgen, die sie sowohl körperlich als auch seelisch und sexuell beeinträchtigen. Dabei kommen nicht nur die direkt betroffenen Männer zu Wort, sondern auch indirekt Betroffene, wie z. B. Sexualpartner/innen und Eltern.

Ein wichtiger Beitrag zu einer noch immer unterdrückten Debatte.

„Ent-hüllt!“ ist im Mai 2015 im Verlag tredition als Taschenbuch und 2016 auch als E-Book erschienen.

Alle Buchtipps von intaktiv.

 

Vorhautamputation in Männergesundheitsbericht

Im Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit, der im April 2017 erschienen ist und die Sexualität von Männern zum Fokus hat (Übersicht, Kurzfassung), hat der Sozialwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß einen Beitrag veröffentlicht, in dem er – unter Marginalisierung kritischer Stimmen von Medizinern, Juristen und Betroffenen und unter gänzlicher Nichtbeachtung individualrechtlicher und medizinischer Aspekte – die Folgen der sogenannten Jungenbeschneidung verharmlost und eine Empfehlung zur Kostenübernahme medizinisch nicht indizierter Vorhautamputationen an minderjährigen Jungen durch die Krankenkassen abgibt.

Unser Botschafter Prof. Dr. Matthias Franz antwortet ihm mit dieser Replik: http://jungenbeschneidung.de/material/Stellungnahme_Voss.pdf

Reden und Pressekonferenz zum WWDOGA 2017

WWDOGA2015Die während der Kundgebung zum diesjährigen Worldwide Day of Genital Autonomy am 07.05.2017 in Köln gehaltenen, informativen und vielfältigen Redebeiträge sind jetzt online verfügbar. Auch von der Pressekonferenz zu „Beschneidung“ in Afrika am 04.05.2017 im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin wurden Videos veröffentlicht. Die folgenden Links führen zu den jeweiligen Playlists:

YouTube-Playlist von MOGiS zum WWDOGA 2017

YouTube-Playlist von MOGiS zur Pressekonferenz in Berlin

Erfolgreicher Worldwide Day of Genital Autonomy 2017

Die Kundgebung zum heutigen Worldwide Day of Genital Autonomy in Köln war mit vielen informativen und mitreißenden Redebeiträgen und zahlreichen interessierten Passanten ein voller Erfolg.

Neben dieser Vor-Ort-Aktion hat unsere Botschafterin Dr. Nadja Hermann anlässlich des fünften Jahrestages des „Kölner Urteils“ für die Netzgemeinschaft einen gelungenen neuen Comic zum Thema Genitale Selbstbestimmung veröffentlicht.

Update vom 09.05.2017 unter dem Foto.

Mehr unserer Fotos vom WWDOGA 2017 jetzt auf Facebook.

Beim Humanistischen Pressedienst sind zum WWDOGA 2017 drei Artikel erschienen: „Demonstration gegen Genitalverstümmelung in Köln“, ein  Interview mit Prof. Dr. Holm Putzke und der Aufruf  „Das Parlament hat die Pflicht, das Beschneidungsgesetz abzuschaffen“.

Zwei neue Botschafter für intaktiv

intaktiv freut sich sehr, dass vier Monate nach Bekanntgabe der ersten drei Botschafter nun zwei weitere Botschafter hinzustoßen, um uns bei unserer Arbeit für das Recht von Kindern auf genitale Unversehrtheit zu unterstützen. In dem Psychoanalytiker Prof. Dr. Matthias Franz und Ulla Barreto, der Vorsitzenden von TABU INTERNATIONAL e.V., haben wir nach Angelika Bergmann-Kallwass, Dr. Nadja Hermann und Prof. Dr. Rolf Herzberg zwei weitere fachkundige und engagierte Botschafter gewonnen.

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„Beschneidung“ vor Gericht – in Israel

Quelle: Q.pictures / pixelio.deDer „Stern“ berichtete vor einigen Tagen von einem Gerichtsverfahren in Israel, bei dem eine Asylbewerberin aus Eritrea angeklagt ist, weil sie ihren vierjährigen Sohn selbst „beschnitten“ hat. Dies ist verwunderlich – aber auch erfreulich – in einem Land, in dem (laut „Stern“-Artikel) 98 % der Männer die Vorhaut ohne medizinischen Grund entfernt wurde.

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