Alle Beiträge von Meike Beier

Erneute Erweiterung des Botschafter-Teams

Wir freuen uns überaus, dass wir nach der Veröffentlichung von Ralf König und Dr. Necla Kelek im November 2017 nun wieder zwei ebenso fachkundige und engagierte Botschafter bekannt geben können. Diesmal werden die Rechtsanwältin und Autorin Seyran Ateş sowie der Historiker, Essayist und Journalist Dr. Jérôme Segal den Botschafterkreis bereichern.


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Nachlese zum WWDOGA 2018

Am 7. Mai 2018 fand bereits zum 6. Mal erfolgreich die Kundgebung zum Worldwide Day of Genital Autonomy (WWDOGA) statt, mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Weibliche Genitalverstümmelung in Asien“, fachkundigen und engagierten Reden, zahlreichen verteilten Faltblättern sowie vielen positiven und intensiven Gesprächen mit Passanten in der Kölner Innenstadt.


Der hpd berichtet ausführlich über den WWDOGA 2018 und hat außerdem die Rede von Victor Schiering, dem Vorsitzenden von MOGiS e. V. – Eine Stimme für Betroffene, unter der Überschrift „Gleichbehandlung darf nicht weniger Kinderschutz bedeuten!“ vollständig dokumentiert.

Update am 19.05.2018: Auf dem YouTube-Channel von MOGiS e. V. stehen nun auch die Videos der Reden zur Verfügung.

Mehr Fotos vom WWDOGA 2018 gibt es auf unserer Facebook-Seite.

6. Worldwide Day of Genital Autonomy in Köln

WWDOGA2015Bereits zum sechsten Mal wird am 07. Mai 2018 mit dem Worldwide Day of Genital Autonomy (Welttag der genitalen Selbstbestimmung) an die zukunftsweisende Entscheidung des Kölner Landgerichts im Jahr 2012 erinnert, mit der die medizinisch unnötige Vorhautamputation bei einem Jungen für unrechtmäßig erklärt wurde.

MOGiS e. V., intaktiv e. V. und zahlreiche weitere deutsche und internationale Organisationen rufen aus diesem Anlass auf zu einer

Kundgebung in Köln am Montag, dem 07.05.2018
Beginn: 10:30 Uhr, Landgericht, Luxemburger Str. 101
Zentrale Kundgebung: 12:00 Uhr, Wallrafplatz am WDR-Funkhaus

Unter den Redner/innen ist neben der intaktiv-Vorsitzenden Viola Schäfer auch unsere Botschafterin Dr. Necla Kelek.

Inhaltlicher Schwerpunkt ist in diesem Jahr die im Vergleich zu den afrikanischen Bräuchen deutlich weniger von der Öffentlichkeit wahrgenommene weibliche Genitalverstümmelung in Asien. Der WWDOGA 2018 fordert verstärkten Einsatz auch gegen diese „weniger invasiven“ und medikalisierten Formen weiblicher Genitalverstümmelung. TERRE DES FEMMES richtet hierzu am Sonntag, den 6. Mai 2018 um 11 Uhr in der Alten Feuerwache in Köln eine Podiumsdiskussion aus.

intaktiv ist Mitglied bei der DGfPI

Die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. (DGfPI) hat intaktiv im Februar 2018 als Mitglied aufgenommen. Die DGfPI ist ein fachkundiges und engagiertes Bündnis zahlreicher Organisationen und Vereine, die sich für den Schutz von Kindern vor Gewalt und Vernachlässigung einsetzen. So ist sie unter anderem Mitglied in der Kommission Kinderschutz der DAKJ (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V.) sowie der AG Kinderschutz in der Medizin (AG KiM) und berät das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weitere Informationen sind auf der DGfPI-Webseite und bei WikiPedia zu finden.

Wir freuen uns über die freundliche und unkomplizierte Aufnahme in der DGfPI und die damit einhergehende Anerkennung der geschlechtsübergreifenden Arbeit für genitale Selbstbestimmung als wichtiger Aspekt des Kinderschutzes!

intaktiv appelliert an Islands Parlamentsabgeordnete

Wie viele unserer Unterstützer wahrscheinlich bereits wissen, plant Island als weltweit erstes Land, die nicht-therapeutische Vorhautamputation („Beschneidung“) an Jungen zu verbieten. Derzeit wird der entsprechende Gesetzentwurf in Island und weltweit mit Spannung verfolgt und diskutiert.

intaktiv hat sich am 7. März 2018 mit einer Nachricht an die Abgeordneten des isländischen Parlaments gewandt, um sie über die Folgen und Tragweite von Vorhautamputationen für die betroffenen Jungen und Männer zu informieren und die Relevanz ihrer Entscheidung vor dem Hintergrund der UN-Kinderrechtskonvention zu verdeutlichen.

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Zwei weitere Botschafter für intaktiv

Nachdem wir im Dezember 2016 unsere ersten drei und im April 2017 zwei weitere intaktiv-Botschafter vorgestellt haben, freuen wir uns sehr, nun erneut zwei Unterstützer unserer Arbeit für das Recht von Kindern auf genitale Unversehrtheit und Selbstbestimmung gewonnen zu haben. Ab sofort gehören die renommierte Buchautorin und Soziologin Dr. Necla Kelek und der bekannte Autor und Comic-Zeichner Ralf König zum Botschafter-Team von intaktiv.

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Beratung durch intaktiv e. V.

Unter der E-Mail-Adresse


stehen wir ab sofort allen, die von Übergriffen auf ihre genitale Selbstbestimmung bedroht oder betroffen sind, Eltern, die die genitale Unversehrtheit ihres Kindes bewahren wollen sowie am Thema Interessierten beratend und aufklärend zur Seite. Dabei arbeiten wir mit Kinder- und Jugendärzten sowie Rechtsanwälten zusammen.

Das Beratungsportal von intaktiv e. V. ist über einen neu eingerichteten Hauptmenüpunkt zu erreichen.

Neuer Buchtipp #4

Quelle: Lupo / pixelio.deUnsere Bücherliste wurde um einen weiteren neuen Buchtipp ergänzt:

In „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ von Clemens Bergner kommen erstmals in deutscher Sprache Betroffene zu Wort, deren Vorhaut „beschnitten“, also amputiert wurde. Sie sprechen offen und ehrlich über die negativen Folgen, unter denen sie leiden. Folgen, die sie sowohl körperlich als auch seelisch und sexuell beeinträchtigen. Dabei kommen nicht nur die direkt betroffenen Männer zu Wort, sondern auch indirekt Betroffene, wie z. B. Sexualpartner/innen und Eltern.

Ein wichtiger Beitrag zu einer noch immer unterdrückten Debatte.

„Ent-hüllt!“ ist im Mai 2015 im Verlag tredition als Taschenbuch und 2016 auch als E-Book erschienen.

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Vorhautamputation in Männergesundheitsbericht

Im Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit, der im April 2017 erschienen ist und die Sexualität von Männern zum Fokus hat (Übersicht, Kurzfassung), hat der Sozialwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß einen Beitrag veröffentlicht, in dem er – unter Marginalisierung kritischer Stimmen von Medizinern, Juristen und Betroffenen und unter gänzlicher Nichtbeachtung individualrechtlicher und medizinischer Aspekte – die Folgen der sogenannten Jungenbeschneidung verharmlost und eine Empfehlung zur Kostenübernahme medizinisch nicht indizierter Vorhautamputationen an minderjährigen Jungen durch die Krankenkassen abgibt.

Unser Botschafter Prof. Dr. Matthias Franz antwortet ihm mit dieser Replik: http://jungenbeschneidung.de/material/Stellungnahme_Voss.pdf