Deutsche Hebammenzeitschrift berichtet über genitale Selbstbestimmung

Die aktuelle Januarausgabe der Deutschen Hebammenzeitschrift setzt sich mit vielen Facetten des Titelthemas „Recht auf körperliche Unversehrtheit“ auseinanderauseinander und thematisiert auch die „Beschneidung“ von Jungen und die Rechte intergeschlechtlicher Menschen.

Der Kinderarzt Dr. Stephan H. Nolte informiert in seinem Artikel über die Funktionen der Vorhaut, die Seltenheit tatsächlicher medizinischer Indikationen für Vorhautamputationen sowie die von Gewalt und Sexualfeindlichkeit geprägte ältere und neuere Geschichte der Vorhautamputation an Jungen. Kritisch setzt er sich mit der Problematik des § 1631d BGB auseinander. Die Leserschaft wird zudem über das Engagement von intaktiv sowie MOGiS e. V. – eine Stimme für Betroffene für genitale Selbstbestimmung informiert.

Tinou Ponzer berichtet als Vize-Obmensch des Vereins Intergeschlechtlicher Menschen Österreich (VIMÖ) darüber, dass etwa 1,7 % der Menschen intergeschlechtlich, das heißt mit Geschlechtsmerkmalen, die weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht eindeutig zugeordnet werden können, geboren werden.

Der*die Autor*in klärt über die Rechte dieser Menschen und den Nachholbedarf an entpathologisierendem Wissen bei Medizinern und medizinischen Personal auf. Als besonders wesentlich wird dabei der Schutz vor fremdbestimmten Geschlechtszuweisungen und unnötigen operativen Eingriffen und Amputationen an den Genitalien der betroffenen Menschen hervorgehoben.

Ein Überblick über den Inhalt des Heftes sowie eine Leseprobe sind unter folgendem Link zu finden.  Weiterhin kann das Heft als Printausgabe und ePaper bestellt werden:

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