Schlagwort-Archive: Beschneidung

Neuer Buchtipp #4

Quelle: Lupo / pixelio.deUnsere Bücherliste wurde um einen weiteren neuen Buchtipp ergänzt:

In „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ von Clemens Bergner kommen erstmals in deutscher Sprache Betroffene zu Wort, deren Vorhaut „beschnitten“, also amputiert wurde. Sie sprechen offen und ehrlich über die negativen Folgen, unter denen sie leiden. Folgen, die sie sowohl körperlich als auch seelisch und sexuell beeinträchtigen. Dabei kommen nicht nur die direkt betroffenen Männer zu Wort, sondern auch indirekt Betroffene, wie z. B. Sexualpartner/innen und Eltern.

Ein wichtiger Beitrag zu einer noch immer unterdrückten Debatte.

„Ent-hüllt!“ ist im Mai 2015 im Verlag tredition als Taschenbuch und 2016 auch als E-Book erschienen.

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„Beschneidung“ vor Gericht – in Israel

Quelle: Q.pictures / pixelio.deDer „Stern“ berichtete vor einigen Tagen von einem Gerichtsverfahren in Israel, bei dem eine Asylbewerberin aus Eritrea angeklagt ist, weil sie ihren vierjährigen Sohn selbst „beschnitten“ hat. Dies ist verwunderlich – aber auch erfreulich – in einem Land, in dem (laut „Stern“-Artikel) 98 % der Männer die Vorhaut ohne medizinischen Grund entfernt wurde.

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intaktiv wirbt auf Facebook für „un-heil“

Mit dem Slogan „Es ist ein Junge! Was passiert mit seiner Vorhaut?“ wirbt intaktiv auf Facebook für das Ende 2016 in einer Neuauflage erschienene Buch „un-heil –  Vorhaut, Phimose & Beschneidung: Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren“ von Mario Lichtenheldt. Die Kampagne wendet sich vor allem an Eltern und an Kinderrechten interessierte Menschen.

Wir hoffen, damit viele Interessierte zu erreichen und so die in „un-heil“ enthaltenen umfassenden Informationen über die Vorhaut, ihre Funktionen und die Folgen ihrer Amputation weiter in die Gesellschaft zu tragen.

Buchtipps #3: Neuauflage von „un-heil“

Die Erstauflage von „un-heil – Vorhaut, Phimose & Beschneidung: Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren“ von Mario Lichtenheldt erschien im März 2012 und damit kurz vor dem „Kölner Urteil“, das zur Beschneidungsdebatte und schließlich dem deutschen Beschneidungsgesetz § 1631 d BGB führte.

Aufgrund dieser zwischenzeitlichen Ereignisse war es nun an der Zeit für eine überarbeitete und erweiterte Neuauflage des Buches, die kurz vor Weihnachten 2016 veröffentlicht wurde.

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FR-Aktion „Was ist gerecht?“

FR-Gerechtigkeitsvorschlag_11-2014In der Frankfurter Rundschau wurde Ende 2014 der Themenschwerpunkt „Gerechtigkeit“ auf unterschiedliche Weise bearbeitet. Unter anderem konnten Recherchevorschläge zum Thema „Was ist gerecht?“ für eine Online-Abstimmung eingereicht werden, wobei die drei Vorschläge mit dem besten Ergebnis durch die Redaktion recherchiert werden sollten.

Im Namen von intaktiv e.V. wurde von Dr. Meike Beier der Vorschlag „Geschlechterdiskriminierung bei Körperverletzung“ mit folgender Fragestellung eingereicht:

„Ist es gerecht, dass in Deutschland innerhalb weniger Monate zwei Gesetze in Kraft getreten sind, von denen eines (§ 226a StGB) die Verstümmelung weiblicher Genitalien vom strafbaren Vergehen zum Verbrechen hochstuft, verbunden mit einer entsprechenden Erhöhung des Strafmaßes, während das andere (§ 1631 d BGB) es Eltern männlicher Kinder freistellt, deren Vorhaut aus beliebigen Gründen amputieren zu lassen, und es gleichzeitig für die betroffenen Jungen unmöglich macht, jemals Klage wegen der an ihnen begangenen Körperverletzung zu erheben?“

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